»Auf meinem Jakobsweg

»Hirnblüte und Gottesfrucht.
Gedanken und Gedichte zum Jakobsweg.«

Im Sommer 2011 war ich Pilger auf dem Jakobsweg von St. Jean-Pied-de-Port bis Santiago de Compostela. Ich habe den 800 Kilometer langen Hauptweg in 35 Tagesetappen mit ca. 25 Tageskilometern im Durchschnitt hinter mich gebracht und bin am 12. August in Santiago de Compostela überglücklich angekommen.

Auf dem Jakobusweg bis Santiago de Compostela und danach weiter bis Finisterra hatte ich viele Begegnungen, mit Menschen, in Träumen mit Geistern, mit anderem Urigem und Tierischem - mit Vielerlei spiritueller Natur, machnes ziemlich abstruser Art - eben Träume, die man letztendlich als Visionen bezeichnen könnte. Davon habe ich bereits in meinem frech-frivolen Gedichte- und Aphorismenband mit Titel "Hirnblüte und Gottesfrucht" berichtet. Aber der eigentliche Reisebericht wird ein Wanderreisebuch sein, das zur Zeit entsteht.

Ins Buch »Hirnblüte und Gottesfrucht« gingen meine auf der Wanderung entstandenen Notizen zum Weg ein. Das waren über 500 Denksprüche und mehr als 20 Gedichte, auch sechzehn Foto-Collagen, von mir hergestellt aus meiner Auswahl von über 9.000 Fotografien, die auf meiner Pilgerschaft nach Santiago de Compostela und darüber hinaus entstanden sind. Man sieht daran, dass dieser Weg, der Jakobsweg nach Santiago de Compostela mich unerwartet tief inspiriert hat, auch zu einem besonderen Witz - eben frech-frivol bis fürchterlich spirituell.

Das Buch »Hirnblüte und Gottesfrucht« ist inzwischen erschienen, der Reisewander-bericht zum Jakobsweg erscheint im kommenden Jahr. Dieser Reisewanderbericht wird mit meinen beiden anderen Büchern mit Titel »Zu Fuß von München nach Venedig« und »Zu Fuß von München nach Prag« eine thematische Trilogie bilden.

Hier eine kleine Auswahl von Fotos zu meinem Jakobsweg: (diese wird laufend ergänzt)




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Kommentare zum Buch »Hirnblüte und Gottesfrucht«:


[2]  betaherms schreibt am 12.09.2012 auf Amazon.de:

Wahnwitzige Gedankenreise eines Pilgers
Wer pilgert durchlebt das Reisen auf verschiedene Arten. Neben der vielfältigen Art des Vorankommens (gehen, laufen, humpeln, kriechen, fleuchen, etc.) begibt sich auch der Geist auf eine Reise durch tiefsinniges Denken, durch Heiterkeit, durch Wahn, Witz, Sinn und Absurdität.

Diese Vielschichtigkeit findet sich auch in diesem Buch. Dies einerseits auf der formalen Ebene mit kleinen Geschichten, Gedichten, Gedanken und Zitaten. Weiter aufgelockert wird dies durch graphisch fein abgestimmte Fotocollagen (die man unbedingt im Detail betrachten sollte!), die u.a. durch Überlagerung verschiedener Motive und differierende Transparenz die durchgängige Heterogenität des Buches widerspiegeln.

Zudem zeigt sich das Werk auch inhaltlich abwechselungsreich durch die Schilderung verschiedener Orte auf dem Weg, durch poetische Gedankensprünge und durch humorvolle Abschweifungen.

Besonders fasziniert hat mich der Wechsel von Tiefe und Leichtigkeit. Und hier, dass auch in der Tiefe meist eine heitere Leichtigkeit mitschwingt und in der Leichtigkeit eine gewisse Schwere.

Verlieren kann man sich in der Lektüre - verlieren, wie auf dem Jakobosweg! - zumindest glaube ich dies, denn ich habe ihn noch nicht beschritten. Dies steht aber an! Ob ich dann dieses Buch als Lektüre mitnehme, oder ein eigenes Notizbuch (denn dazu motiviert das Buch in seiner Art auf jeden Fall!) steht noch nicht fest. Vielleicht ja auch beides...



[1]  Thomas B. schreibt am 23.08.2012 auf Amazon.de:

Klackende Stöcke und der Glaube an die Füße - Burkhard Witteks gelungenes Buch Hirnblüte und Gottesfrucht"
Nicht noch ein Buch über den Jakobsweg" - so dachte ich zuerst angesichts der Tatsache, dass Hape Kerkelings Nachfolger" zu Dutzenden über die Pilgerwege nach Santiago de Compostela geschrieben haben. Das aber war, bevor ich das neue Buch von Burkhard Wittek gelesen habe!
Wenn man es zur Hand nimmt, fallen einem als Erstes 15 originelle und äußerst ansprechende Bildcollagen auf. Wer, wie ich, bereits auf dem Jakobsweg war, stimmt sofort zu, dass Wittek ein untrügliches Gespür für die großen Stimmungen der alten Pilgerpfade, aber auch für die Kleinigkeiten am Wegrand besitzt. Es macht unendlich viel Spaß, die Collagen des Autors wieder und wieder anzuschauen und jedes Mal neue Aspekte darin zu entdecken. Das ist große Kunst.
Äußerst wohltuend ist auch, dass sich Burkhard Wittek dem Jakobsweg mit feiner Ironie und viel Wortwitz nähert, ohne dabei jemals auszublenden, was die Wegstrecke mit einem Pilger anstellen kann. Statt esoterisch angehauchter Sinnsuche im Tagebuchformat oder marktgerecht aufbereiteter innerer Wandlungen" geht Wittek den Jakobsweg mit dem bestmöglichen Hilfsmittel an - mit seinem manchmal äußerst frivolen und immer treffsicheren Humor, den er bereits in seinem Werk Reif für die Gipfel!" unter Beweis gestellt hat.
Das klingt dann zum Beispiel so: Pilgern ist gelebte Religion. Sie beginnt mit dem Glauben an die Füße." Die klackenden Stöcke" wiederum, die jedem Jakobswegreisenden ein Begriff sind, bezeichnet der Autor als Ottokolbenmotor des Pilgerns". So lakonisch und nonchalant hat bisher noch niemand über den Jakobsweg geschrieben.
Die Pilgerpfade scheinen wie ein Katalysator für die Kreativität des Autors gewirkt zu haben. Dass sie ihm darüber hinaus etwas mitgegeben haben, davon überzeuge man sich am besten selbst, indem man die wiederkehrenden Einschübe Gedanken & Gedichte" und Alpha und Omega" liest, die das Geschehen am Camino auf den Punkt bringen und trotzdem weit über ihn hinausdeuten - hin zu den wirklich großen Fragen.
Fazit: unbedingt empfehlenswert!